Firmengeschichte

Seit über 40 Jahren eine helfende Hand im Rhein-Sieg-Kreis

Als Helmut und Gerlinde Kröger im August 1977 in der Bonner Straße 122 in Sankt Augustin ihr neues Beerdigungsinstitut eröffneten, waren Sie fest davon überzeugt, dass sie, mit dem Willen, das Beste für den Kunden in seiner besonderen Situation zu bieten, in dieser wachsenden Stadt Erfolg haben müssten.

Innovation, Fantasie und Mut zum Besonderen, verknüpft mit der Bereitschaft, einen unaufdringlichen, umfassenden Service zu bieten, führte dann auch zum Erfolg.

Beigetragen hierzu hat vor allen Dingen die Aufsehen erregende Überführung des ungarischen Komponisten Béla Bartók von New York nach Cherbourg per Schiff (Queen Elizabeth II) und weiter in einer spektakulären mehrtägigen Überführungsfahrt von Cherbourg nach Budapest per Leichenwagen. Organisation und Planung dieser Überführung geschah in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Außenministerium und der Fa. Kröger. Diese Überführung im Juli 1988 führte in der Folge zur Gründung einer Zweigniederlassung in der Stadt Veszprem am Balaton.

Als erstes privates Bestattungsunternehmen in Ungarn beschäftigte sich dieses ausschließlich mit der Rückführung von verstorbenen Touristen in Ungarn. Geschäftsführer in Ungarn wurde Herr Imre Horvath. Bis zu seinem Tod arbeitete dieses Institut sehr erfolgreich, besonders wurde auch Wert auf kollegiale Zusammenarbeit mit den deutschen Kollegen gelegt. Viele Kollegen haben den Dienst der Fa. Kröger (Ungarn) schätzen gelernt. Nach dem Tod von Herrn Horvath mussten wir die Filiale leider schließen. Wir halten das Andenken an Herrn Horvath stets in Ehren.

Ihren beruflichen Traum erfüllten sich die Inhaber, als sie im Jahre 1992 auf der Bonner Straße 96 eine alte Jugendstilvilla aus dem Jahre 1904 erwerben konnten.

Es wurde eine Abschiedskapelle und ein Kühlraum gebaut. Die Gestaltung der Abschiedskapelle wurde von der ungarischen Keramikerin Szusza Rakk vorgenommen, die ein würdiges Kunstwerk schuf und so diese Abschiedskapelle zu einem Gesamtkunstwerk formte. Der Bürgermeister, Vertreter der Konfessionen, der ungarische Kulturattache und viele andere prominente Gäste bereicherten das Fest zur Eröffnung dieser schönen Anlage.

Aus Altersgründen übergaben die Inhaber im Januar 2003 ihr Unternehmen an den jungen Mitarbeiter, Herrn Volker Faßbender, der mit seiner Frau Christiane Fleischhauer und seinem Bruder Dirk Faßbender die erfolgreiche Tradition des Hauses Kröger fortsetzte.

Im Oktober 2020 übergaben beide das Unternehmen an ihre Mitarbeiterin Frau Madlen Bruder. Sie führt nun das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Ehemann Herrn André Hoffmann.

Auch in Zukunft wird die Firma Kröger ihre gesamte Leistungsfähigkeit in den Dienst der Trauernden stellen. Dieser Tradition verpflichtet, verschliessen sie sich aber nicht der Zukunft. Neben den traditionellen Bestattungsformen sind auch moderne und ungewöhnliche Wünsche für die Beerdigung realisierbar, so z.B. Luft- oder Weltraumbestattung. Auch besondere Särge und Urnen sind auf Kundenwunsch kein Problem, ebenso die Gestaltung von außergewöhnlichen Trauerfeiern.

Mercedes, Helmut Kröger und Béla Bartók

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Zeitungsbericht über die Überführung von Béla Bartók

General-Anzeiger 1988

Bestatter Helmut Kröger berichtet von seinem eindrucksvollsten Erlebnis

Menschen am Straßenrand streuten Tausende von Blumen
Überführung des Komponisten Bela Bartok von Cherbourg nach Budapest – Mit Polizeieskorte in acht Minuten durch Paris

Sankt Augustin/Budapest. (sl) Es ist 12.30 Uhr am 5. Juli. Eigentlich sollte sich der Schlagbaum am Grenzübergang Hegyeshalom heben. Doch nichts tut sich. Dabei hatten sich Helmut Kröger, Bestattungsunternehmer aus Mülldorf, und sein Mitarbeiter Karl-Heinz Eisenberg solche Mühe gegeben, mit ihrem Leichenwagen die 200 Meter zwischen dem österreichischen und dem ungarischen Grenzübergang in genau 90 Sekunden zurückzulegen. Denn das hatten sie mit dem Team des ungarischen Fernsehens abgesprochen, das die Heimkehr des berühmtesten magyarischen Komponisten Bela Bartok aufzeichnete. Mit anderthalbminütiger Verspätung öffnete sich die Schranke doch, Menschen winkten mit rot-weiß-grünen Fähnchen, ein Chor sang die Nationalhymne.

Für Kröger, der schon einiges an feierlichen Augenblicken erlebt hat – als Soldat hielt er auch Ehrenwache an Adenauers Sarg -, ist die fünftägige Überführung der sterbliche Überreste Bartoks über die 2000 Kilometer von Cherbourg in Frankreich nach Budapest das eindrucksvollste Erlebnis überhaupt. Wie der GA berichtete, hatte der Mülldorfer Unternehmer durch einen Zufall den Auftrag der ungarischen Behörden bekommen, um den Leichnam des 1945 im New Yorker Exil, wohin er vor den Nazis geflüchtet war, an Leukämie gestorbenen Komponisten in seine Heimat zurückzubringen, wo er an der Seite seines Kollegen Zoltan Kodaly endgültig beigesetzt werden sollte.
In Cherbourg kam der schwere Sarg in einer kupferbeschlagenen Seekiste mit der ‚Queen Elizabeth 2‘ an. Der Leichnam war in einer eigenen Kabine von New York angereist. Begleitet wurde die Leiche von Bartoks Söhnen Bela und Peter, die – wohl im Zeichen der Perestrojka – endlich dem Drängen der ungarischen Behörden nachgegeben hatten, die sterbliche Überreste ihres antikommunistischen Vaters in ungarischem Boden bestatten zu lassen.
Der Konvoi aus neun Fahrzeugen, vorne die Familienmitglieder, dann Krögers silbergrauer Mercedes mit dem Sarg, danach zwei Fahrzeuge mit neun ungarischen Sicherheitsbeamten, dann das ungarische Fernsehteam, ungarische Diplomaten, örtliche Sicherheitskräfte, wurde von Cherbourg bis Straßburg von französischen Polizisten aus Rennes auf Motorrädern eskortiert. Die Beamten legten so ein Tempo vor – in acht Minuten wurde Paris auf dem Boulevard Peripherique durchquert – daß unter den Teilnehmern die respektlose Bemerkung von der ‚Rallye Bela Bartok‚ die Runde machte.

Musikalische Festakte in Cherbourg und in Kehl, bei der Einreise nach Deutschland, in München und in Wien wurden zu Ehren des berühmten Toten durchgeführt. Sie waren zwar stimmungsvoll, doch nichts hat Helmut Kröger so beeindruckt wie der Empfang in Ungarn, wie die Anteilnahme der ungarischen Bevölkerung. Menschen am Straßenrand winkten nicht nur, sie verbeugten sich tief und streuten über den Leichenwagen Tausende von Blumen. Schulklassen waren am Rande der Hauptstraße angetreten, um dem berühmten Sohn ihres Volkes ihre Reverenz zu erweisen. Die Belegschaften von Krankenhäusern standen da, ganz in Weiß gekleidet.
Eigens für diese Fahrt hatte sich der Mülldorfer eine Video-Kamera gekauft. Mit ihre Hilfe hat er die Szenen festgehalten – und wird sie sicherlich nie wieder löschen. Das Erlebnis hat ihn zudem veranlaßt, sich näher mit dem Manne zu beschäftigen, dessen Überreste er nach Ungarn brachte. Eine kleine Sammlung mit Schallplatten, Noten und Dokumenten hat er bereits angelegt.

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