|
Anonyme Bestattung - anonyme Beisetzung Mit der Gesellschaft und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert sich auch der Umgang mit den Verstorbenen. War es Anfang des
20. Jahrhunderts noch nicht einmal erlaubt eine Feuerbestattung durchzuführen, so ist heute mit der anonymen Bestattung, bzw. anonymen Beisetzung, eine weitere Entfremdung zu der ursprünglichen, christlichen
Bestattungskultur eingetreten. Eine Bestattung ist dann „anonym“ wenn keine individuellen Merkmale des Toten auf seinen Ruheplatz hinweisen. Häufig handelt es sich dabei um
gemeinschaftliche Anlagen ohne Grabzeichen. Dort wird den Angehörigen der generelle Platz der Ruhestätte
gezeigt und ein Zugang ermöglicht, Angehörige haben aber keine Möglichkeit die eigene Trauer an einem festen Platz zum Ausdruck zu bringen. Anonyme Bestattungen sind meist Feuerbestattungen
In den meisten Fällen folgt die anonyme Beisetzung auf eine Feuerbestattung. Es sind aber auch anonyme
Erdbestattungen möglich. Andere Arten der Beisetzung wie z.B. die der Verstreuung der Totenasche sind in Deutschland in der Regel nicht zulässig – es herrscht nach wie vor Friedhofszwang.
Beisetzung anonym bedeutet Eine Bestattung, die anonym erfolgt bedeutet für die Hinterbliebenen keinen festen Platz für die eigene Trauer zu
haben. Dies kann in manchen Fällen dazu führen, dass die Trauernden keinen Punkt für die tatsächliche geistige
Trennung finden. Dieser Aspekt weicht meist vor praktischen oder finanziellen Überlegungen zurück – kein Grab
zu haben bedeutet auch kein Grab pflegen zu müssen ein wichtiges Argument vor allem für Verstorbene, bzw. deren Familien die keine örtlichen Bindungen besitzen.
In der Regel ist eine anonyme Bestattung / Beisetzung nicht mehr rückgängig zu machen. Daher ist genau zu überlegen ob man eine anonyme Bestattung durchführen möchte. Wir beraten Sie gerne auch über alternative
Bestattungsformen die z.B. auch keine Pflege des Grabes erfordern.
Kosten einer anonymen Bestattung - was kostet eine anonyme Bestattung?
Die Kosten für eine Bestattung können sehr unterschiedlich sein, je nach Ausstattung der Bestattung und den
lokalen Gebühren können leicht Kosten von weit über 5.000,- Euro entstehen. Dabei ist es fast unerheblich, ob
es sich um eine anonyme Bestattung handelt oder nicht. Die Kosten für Trauerfeier, der Preis für den Sarg und Gebühren fallen in jedem Fall an.
Lediglich die Kosten für die Grabpflege entfallen bei einer anonymen Bestattung. Vor der Entscheidung für oder
gegen eine anonyme Bestattung sollte daher die grundsätzliche Machbarkeit einer anonymen Bestattung mit der örtlichen Gemeindeverwaltung besprochen werden. Eine immer häufiger genutzte Möglichkeit der anonymen
Bestattung besteht in der Wahl eines Friedhains, d.h. Verstorbene werden an einem nicht näher
gekennzeichneten Platz innerhalb eines Waldes bestattet.
Ob die Wahl auf eine anonyme Bestattung fällt oder nicht - es sollte keinesfalls eine Entscheidung der finanziellen
Möglichkeiten sein. Für die Absicherung eines Todesfalls kann eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen
werden, die entsprechend den Wünschen des Verstorbenen die Bestattung arrangiert und wenn gewünscht auch eine Grabpflege vereinbaren kann.
|