Hausaufbahrung

Früher war es üblich, dass der Leichnam, nachdem er gewaschen und angekleidet worden war, im offenen Sarg für die Trauergemeinde in den eigenen vier Wänden aufgebahrt wurde. Die Totenwache ist in anderen Ländern nach wie vor fester Bestandteil. So wird in Irland währenddessen auch gegessen, gelacht, gesungen und gespielt.

In Deutschland ist diese Form des Abschieds aber völlig aus der Gesellschaft verschwunden. Der Tote wird abgeholt und fertig. Fertig? Dieses plötzliche Entreißen des Menschen, der bisher immer da war, ist für den Menschen schwer zu verkraften. Und es ist nicht nötig. Nachdem wir Ihren Angehörigen versorgt haben, kann eine Aufbahrung bei Ihnen zu Hause oder an einem anderen Ihnen genehmen Ort stattfinden.

Hiervor scheuen aber viele zurück. Was sagen wohl die Nachbarn? Dabei geht es darum, den Tod erfahrbar zu machen, ihn in die eigene Gefühlswelt zu integrieren und somit die Trauer annehmen zu können. Diese alten Rituale kommen nicht von ungefähr. Sie haben sich über einen langen Zeitraum entwickelt. Und wenn die Scheu anfangs auch noch groß sein mag, so wird diese Art des Abschieds im Nachhinein als sehr positiv empfunden.

Wenn die örtlichen Gegebenheiten es nicht zulassen, können Sie unsere Kapelle nutzen. Laden Sie jeden ein, sich mit Ihnen gemeinsam zu verabschieden. Auch die Gespräche, die sich entwickeln, sind ein Teil dieses Rituals. Der Verstorbene ist hierbei nicht entrückt, sondern ist Teil der Gemeinschaft. So wie er es war und immer sein wird.