Grabkammern und Hüllensysteme

Jede Kommune muss dafür Sorge tragen, dass die sterblichen Überreste innerhalb der gesetzten Ruhefrist vergehen. Die Länge der Ruhefrist richtet sich daher maßgeblich nach der Bodenbeschaffenheit. So kann die Ruhefrist innerhalb der Kommune von Friedhof zu Friedhof und sogar innerhalb eines Friedhofes unterschiedlich sein.

Manche Böden lassen eine wirtschaftlichen und zeitlich sinnvolle Nutzung nicht zu, da zu wenig Sauerstoff vorhanden ist. Es kann auch sein, dass die Festigkeit des Bodens nicht gegeben ist, er z.B. zu sandig ist.

Um diese Probleme zu lösen kommen spezielle Bestattungssysteme zum Einsatz. Entweder werden Grabkammern verwendet oder spezielle Hüllensysteme. Bei den Grabkammern handelt es sich um eine in den Boden gelassene feste Kammer, beim Hüllensystem um eine Kunststoffhülle.

Beiden gemein ist, dass sich genügend Luft und damit Sauerstoff in dem Grab befindet, um dass Vergehen zu gewährleisten.

Zuweilen werden diese Systeme auch genutzt um die Ruhefrist generell zu verkürzen. Dadurch sinken zwar die Kosten für das Grab, aber die Grabbereitung ist in der Regel teurer, da aufwendiger.